Lika Bibileishvili@PIANO-FISCHER Stuttgart

Freitag, 14. November 2025, 19 Uhr, Theodor-Heuss-Str. 8, 70174 Stuttgart
Der Eintritt ist frei.

PROGRAMM:

Frederic Chopin (1810-1849)

Polonaise-Fantaisie, Op. 61

Claude Debussy (1862-1918)

Images II

 1. Cloches a travers les feuilles
2. Et la lune descend sur le temple qui fut
3. Poissons d’or

Sergei Rachmaninov (1873-1943)  

Sonate Nr. 2 (Horowitz-Fassung)
Etudes-Tableaux, Op. 39, Nr. 3 & 9

Franz Liszt (1811-1886)

Tarantella (aus Venezia e Napoli)

VITA:

Die gebürtige Georgierin Lika Bibileishvili zählt zu den herausragenden Pianistinnen ihrer Generation. Geboren in Batumi, begann sie mit vier Jahren mit dem Klavierspiel. Ihre musikalische Entwicklung wurde durch ihre außergewöhnliche Begabung und stark von der reichen Tradition der georgischen Folklore und ihrer polyphonen Musik geprägt. Parallel dazu tanzte sie ab ihrem vierten Lebensjahr im georgischen Nationalballett, später als Solistin. Diese intensive Auseinandersetzung mit Kunst, dem Klavierspiel, Tanz, und der georgischen Kultur prägte ihre musikalischen Fähigkeiten, Klangfarben und Rhythmik auf einzigartige Weise auszudrücken. Ab ihrem zehnten Lebensjahr studierte sie bei Nana Shaladze an der Zentralen Musikschule des Konservatoriums in Batumi. Mit nur zwölf Jahren debütierte sie mit Sergei Rachmaninows erstem Klavierkonzert – ein beeindruckender Meilenstein, der den Beginn ihrer vielversprechenden Karriere markierte. Im Alter von 19 Jahren zog sie nach München. Hier studierte sie mit Volker Banfield, Antti Siirala und Franz Massinger.

2016 setzte sie ihre Ausbildung am Mozarteum in Salzburg bei Peter Lang fort. Besonders allerdings, prägte sie der Unterricht bei dem legendären Dmitri Bashkirov. Der wohl berühmteste Lehrer der russischen Schule erkannte und förderte ihre aussergewöhnlichen Talente intensiv. Es geschah das nahezu Unmögliche und sie erspielte sich den Status “Lieblingsschülerin”.

Im Jahr 2018 veröffentlichte Lika Bibileishvili ihr erstes Soloalbum bei dem edel Label Farao Classics. Die Aufnahme mit Werken von Prokofjew, Ravel, Sibelius und Bartók erregte sofort große Aufmerksamkeit und wurde in fünf Kategorien für den Opus Klassik (ehemals Echo Klassik) nominiert. Kritiker würdigten die Aufnahme als beeindruckendes Debüt einer vielseitigen Künstlerin:
• „Mit Schärfe, aber ohne selbstgefällige Brutalität spielt Lika Bibileishvili die sechste Klaviersonate von Sergej Prokofjew … Melodie, nicht Motorik, steht für sie im Vordergrund. … Sie hat … Kraft, Wendigkeit, Geschick und musikalischen Weitblick.“ Dr. Jan Brachmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung

• „Die Prokofiev-Sonate spielt sie kraftvoll und ausdrucksstark: Bitterkeit, Bedrohlichkeit, Ironie und geisterhaft vorbei huschende Figuren – die Pianistin zeichnet eindringliche Seelenbilder. Stimmungsvoll und poetisch geht sie Ravels ‘Gaspard de la Nuit’ an, den sie nicht so verdichtet wie andere Pianisten, dafür aber in wunderbare Klangfarben bettet.“ Pizzicato, von Remy Franck

• „Lika Bibileishvili gibt mit ihrem Debut-Album eine Visitenkarte als vielfältige junge Pianistin ab, die das hochvirtuose Klavierrepertoire des 20. Jahrhunderts zwischen spätromantischer Dramatik und modernen Anklängen bereichernd einspielen kann. Unangestrengt, leidenschaftlich, graziös vereint sie pianistische Technik und musikalischen Ausdruck.“ WDR 3, Tonart, Annabell Thiel

Neben diesen herausragenden Rezensionen lobte die Süddeutsche Zeitung ihre außergewöhnliche künstlerische Persönlichkeit:

• „Es wird Zeit, dass die Musikwelt diese außergewöhnliche Musikerpersönlichkeit entdeckt.“ Dr. Gottfried Knapp, Süddeutsche Zeitung

Ihre Konzerttätigkeit führt Lika Bibileishvili regelmäßig in die bedeutenden Konzertsäle Europas und Asiens, darunter die Münchner Philharmonie, der Herkulessaal, und die Suntory Hall in Tokio. Sie ist eine gefragte Künstlerin bei renommierten Festivals wie dem Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig Holstein Musik Festival, dem Hohenloher Kultursommer und den Carl-Orff Festspielen in Andechs. Ein besonderes Highlight ihrer Karriere war die Aufführung von Dmitri Schostakowitschs erstem Klavierkonzert bei den Altmark Festspielen mit dem Nationalen Symphonieorchester der Ukraine.

Mit ihrer brillanten Technik, einer einzigartigen Klangsensibilität und einem überreichen Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten verzaubert Lika Bibileishvili ihr Publikum weltweit und hinterlässt einen bleibenden Eindruck in der internationalen Musikwelt.